Route 3 Britz - Britzer Mühle

Britzer Mühle Britzer Mühle

Wer weiß schon, dass man auch Flügel sprechen lassen kann? Was sich damit wie signalisieren lässt und vieles mehr an spezifischem Wissen wird dem Besucher während der Führungen in der Galerie-Holländerwindmühle im Britzer Garten vermittelt.

Dieser Mühlentyp, den man in Holland entwickelt hat und dort „bovenkruier“ (Obendreher) nennt, war im 16. Jh. das modernste, effizienteste und teuerste Modell auf dem Markt. In Britz leistete man sich sowas erst 1865. Mühlenmeister Dörfer baute die 20 m hohe Windmühle und verkaufte sie später an seinen Kollegen Stechan (daher auch zeitweilig der Name „Stechan’sche Mühle“).

Bis 1936 trieb Windkraft ihr Mahlwerk an, danach ein Dieselmotor. Im II. Weltkrieg stark beschädigt, wurde sie 1955 unter Denkmalschutz gestellt und der Mühlenkomplex an eine Pfadfinderorganisation verpachtet. Dass sich heute ihre Flügel wieder drehen und sogar Getreide gemahlen wird, ist der Bundesgartenschau 1985 zu danken: Man ließ die Mühle nach Originalvorlagen restaurieren und zwei Jahre später nahm der holländische Müller Leeuw den Betrieb wieder auf. Und seither kann hier auch das Handwerk eines Windmüllers wieder erlernt werden. Zudem sind Back-Kurse im Angebot – und mehr noch: Hier in der Britzer Mühle können Brautpaare sich „vermehlen“ lassen.

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