Route 2 Köllnische Heide - Heidekampgraben

Heidekampgraben Heidekampgraben

Nicht weit vom S-Bahnhof entfernt verläuft der Heidekampgraben, auch „Hedekampsche“ oder „Kuhgraben“ genannt. Das Gewässer im Graben, das die Bezirke Treptow und Neukölln trennt, wurde nach dem Krieg zum Grenzfluss zwischen Ost und West. Nach dem Bau der Mauer entfaltete sich hier üppige Spontanvegetation, die den Graben zur „grünen Wand“ werden ließ. Anfang der 1980er Jahre wurde entlang des westlichen Ufers ein Spazierweg angelegt und nach der Wiedervereinigung dieser Grenzstreifen vegetativ rekultiviert: Gehölzflächen sind ausgelichtet, so dass der Wasserlauf des Grabens wieder sichtbar ist, an dessen Ufern man Bäume, Sträucher, wilde Kräuter und Blumen findet. Ruhezonen sowie Spielbereiche sind angelegt worden und die beiden Bezirke durch zahlreiche Holzbrücken wieder miteinander verbunden.

Eine besondere Attraktion ist der vom Freilandlabor Britz entwickelte Naturerkundungspfad. Zehn Infostationen bieten kleinen und großen Forschern Einblick in Naturphänomene, in ökologische Zusammenhänge und den Lebensraum von Pflanzen und Tieren am Heidekampgraben. Kinderworkshops offerieren zudem die Möglichkeit, bei Naturschutzarbeiten mitzuhelfen. Wer gern läuft oder radelt, kann sich auf den Mauerweg freuen, von dem seit 2006 weitere Abschnitte fertiggestellt worden sind. Das gesamte ehemalige Westberlin werden Radfahrer oder Wanderer umrunden können. (Innerhalb Neuköllns entlang des Britzer Verbindungskanals, des Heidekampgrabens bis zum Rudower Wäldchen.) Und wer den insgesamt 160 km langen Weg nicht am Stück zurücklegen will, mag zunächst die Strecke am Heidekampgraben wählen, die als eine der schönsten gilt, und bei der Gelegenheit am „Grenzübergang Sonnenallee“ anhalten, an den eine doppelte Pflastersteinreihe mit einer Tafel der Geschichtsmeile „Berliner Mauer“ erinnert.

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