Route 5 Rudow - Dörferblick

Dörferblick Dörferblick

Dieser 86 m hohe Berg ist in der Nachkriegszeit entstanden und bietet bei klarem Himmel einen hervorragenden Blick über die Felder bis nach Großziethen, Waßmannsdorf und Schönefeld. Man nennt die Anhöhe daher auch Drei Dörfer Blick; allerdings hieß sie auch lange „Müllberg“, und zwar nicht wegen der Trümmer, aus denen sie besteht, sondern weil dieses Areal am südöstlichen Grenzstreifen von 1958 bis 1971 als Mülldeponie für das umlandlose Westberlin genutzt wurde. Nachdem die Anlage stillgelegt war, begann in den 1970er Jahren die Umgestaltung zum Naherholungsgebiet, allerdings verzögert, da die biochemischen Prozesse noch nicht abgeschlossen waren.

Auf Grund dieser Schwierigkeit wurde der Dörferblick nicht durchgängig gärtnerisch gestaltet. Die wuchernde Spontanvegetation verleiht dem Hügel eigenen Charme und bietet der Tierwelt günstigen Lebensraum. Insbesondere Ornithologen kommen hier zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten: Karmingimpel, Schwarz– und Braunkehlchen, Haubenlerche, Schafstelze, Rohrammer, Steinschmätzer, Flussregenpfeifer, Eisvogel, Neuntöter, Wiesenpieper, Bluthänfling kann man hier entdecken und im Winter Vogelarten wie die Kornweihe, den Sperber, Raubwürger, Bergfinken, Berghänfling beobachten.

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