Route 5 Rudow - Pfuhle in Rudow

Röthepfuhl Röthepfuhl

Die äußerst feuchte Rudower Gegend ist reich an Pfuhlsenken. Sie entwickelten sich jedoch nicht alle innerhalb derselben Zeitspanne. Beispielhaft seien hier drei Pfuhle genannt: Die limnologische Entwicklung des Röthepfuhls setzte bereits um 12000 v. Chr. ein, also am Ende der Weichsel-Eiszeit. Weit jünger ist der „Klarpfuhl“, der zwischen 3800 und 800 v. Chr. zum Gewässer wurde. Und der zuletzt entstandene, nämlich im Zeitabschnitt von 800 v. Chr. bis 1150 n. Chr., ist der Lolopfuhl.  Die beiden Röthepfuhle finden wir östlich der Waltersdorfer Chaussee und ebenso – quasi dem Südpark gegenüber – den Klarpfuhl, an dessen Ufer seit 1995 Vogelschutz- und Nährgehölze angepflanzt werden.

Das frei zugängliche Landschaftsschutzgebiet Röthepfuhl mit Findling liegt auf der Höhe des Nordparks. Im Mittelalter ist das Gewässer zur natürlichen Teichrotte bei der Flachsbearbeitung benutzt worden. Bis 1930 baute man westlich des Pfuhls Mergel ab (ein Gemenge aus Ton und fein verteiltem Kalk, mit dem unergiebige Böden gedüngt werden). Heute ist er von einem Gehölzgürtel umgeben, verfügt über dichte Röhricht- und Unterwasserpflanzenbestände und ist als Amphibien-Laichgewässer von Bedeutung.

In seiner Nähe liegen der Kleine Röthepfuhl bzw. Teich Rudow und westlich der Krumme Katzenpfuhl, ein eingezäunter Feldpfuhl. Wählt man die kürzeste Route, so kommt man an die„Siedlung an der Waßmannsdorfer Chaussee“, in welcher der birnenförmige Lolopfuhl zu finden ist. Weiter nördlich liegen die beiden Rohrpfuhle, die beide durch Einleitungen von Oberflächenwasser vor Austrocknung geschützt werden. Biegt der Spaziergänger vor dem Rudower Friedhof in die Deutschtaler Straße oder Am Espenpfuhl ein, so trifft er auf den Kattenpfuhl, an dem früher der Meskengraben endete. Bei all diesen Pfuhlsenken handelt es sich entweder um flächenhafte Naturdenkmale oder Landschaftsschutzgebiete.

Lesen Sie hierzu auch unseren Exkurs zu den Neuköllner Naturdenkmalen.

Kattenpfuhl Kattenpfuhl