Britz-Buckow-Rudow-Grünzug

Britz-Buckow-Rudow-Grünzug Britz-Buckow-Rudow-Grünzug

Am 24. April 1840 legte der Gartendirektor Peter Joseph Lenné den Plan für „die projektierten Schmuck- und Grenzzüge von Berlin mit nächster Umgebung“ vor. Damit sollten stadtweit Erholungs- und Grünflächen für die expandierende Bevölkerung geschaffen werden. Von Berlin-Mitte ausgehend wurden daher sternförmig verlaufend Landschaftsparks angelegt. Seine und die Anlagen seiner Nachfolger Gustav Meyer (Lenné-Schüler, der ab 1843 für Lenné arbeitete) und Erwin Barth (1890-1933, bekannt für die Gestaltung von Plätzen zur Erholung für Arbeiter) prägen bis heute das Erscheinungsbild Berlins. Dieses Programm wurde von nachfolgenden Gartendirektoren weitergeführt und durch die Gartenstadt-Visionäre des „neuen Bauens“ erweitert. Diese Bewegung setzte bereits in der Kaiserzeit ein, erreichte während der Weimarer Republik ihren Höhenpunkt und beeinflusste auch in den Wiederaufbaujahren nach dem II. Weltkrieg die Konzepte der Stadtplaner. 1926-29 war die Hufeisensiedlung Britz entstanden.

Daran knüpfte sich in den 1950er Jahren die Überlegung, weiter südlich die Großsiedlung Britz-Buckow-Rudow (BBR) zu bauen. Die Konzeption sah als Reminiszenz an die Hufeisensiedlung u.a. große Grünflächen innerhalb dieser Trabantenstadt (der späteren Gropiusstadt) vor sowie als entscheidendes Strukturelement einen breiten, über der U-Bahn-Trasse verlaufenden Grünzug. Parallel zum Siedlungsbau begann man ab 1965 die Linie 7 von Britz-Süd nach Rudow zu verlängern. Oberirdisch entstand entlang der Strecke der sog. Britz-Buckow-Rudow-Grünzug, der sich gleichsam als Rückgrat durch die Gropiusstadt zieht, die Ortsteile Britz, Buckow und Rudow verbindet und am Rudower Wäldchen endet.

Britz-Buckow-Rudow-Grünzug Britz-Buckow-Rudow-Grünzug